Umwelt- und Klimaschutz geht alle An. LAssen Sie es uns angehen. Gemeinsam.

Klimaschutz

Der durch menschliche Tätigkeiten hervorgerufene Klimawandel wurde als eine der größten Herausforderungen für Länder, Regierungen, Unternehmen und Einzelpersonen erkannt, da dieser schwerwiegende Auswirkungen sowohl auf den Menschen als auch auf die natürlichen Systeme mit sich bringt. Um weiteren, gravierenden Beeinträchtigungen Einhalt zu gebieten, muss dem Klimaschutz verstärkt Rechnung getragen werden. Insbesondere müssen die globalen Treibhausgasemissionen massiv reduziert werden:

1. Erfassen

Direkte und indirekte CO2-Emissionen berechnen (Carbon Footprint).

2. Vermeiden

Vermeidbare CO2-Emissionen vermeiden.

3. REDUZIEREN

Nicht vermeidbare CO2-Emissionen reduzieren.

4. KOMPENSIEREN

Verbleibende CO2-Emissionen kompensieren (Carbon Credits)

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Carbon Footprint

Jeder Mensch, jedes Produkt, jedes Unternehmen, jedes Projekt und jede Dienstleistung verursacht vor, während oder nach einer Aktivität, klimawirksame CO2- (Kohlenstoffdioxid-) Emissionen.Die Gesamtheit dieser Emissionen, welche in einem abgesteckten Zeitraum verursacht werden, werden als „Carbon Footprint“ (dt. CO2-Fußabdruck) bezeichnet. Bildlich kann man sich hierzu einen Fußabdruck im Sand vorstellen. Während der Fußabdruck im Sand jedoch durch natürliche Einflüsse (z.B. Wind, Wasser und Sand) mit der Zeit verschwindet müssen enorme Anstrengungen unternommen werden, damit der Fußabdruck den die Menschheit in der Atmosphäre hinterlässt, eingegrenzt oder reduziert werden kann. Die nachfolgenden vier Schritte sollen Ihnen den Einstieg in das Thema Carbon Footprint erleichtern:
  • 1. Wahl der Bilanzgrenzen

    Im ersten Schritt sollte der Betrachtungshorizont gewählt werden. Dieser legt fest welche Prozesse bei der späteren Berechnung der Treibhausgasemissionen für das entsprechende Produkt, Unternehmen oder Projekt relevant sind. Bei der Abgrenzung sollte man sich an den international gültigen Normen orientieren (z.B. ISO 14064, GHG-Protocol, CEN 16258) und den für das Vorhaben passenden Standard wählen. Wird beispielsweise ein Carbon Footprint (CO2-Bilanz) für ein Unternehmen erstellt können die Bilanzgrenzen organisatorisch und operativ gezogen werden. Die organisatorischen Bilanzgrenzen können wiederum nach dem Anteil des Eigenkapitals oder der Kontrolle gewählt werden. Beim Eigenkapitalansatz bewerten Unternehmen nur die Treibhausgasemissionen nach dem Anteil des Eigenkapitals im betrachteten Prozess. Beim Kontrollansatz berechnet das Unternehmen 100 Prozent der Treibhausgasemissionen von Geschäftstätigkeiten die das Unternehmen kontrollieren kann. Hierbei kann zwischen finanzieller (finanzieller Einfluss auf den Prozess und wirtschaftlicher Nutzen aus den Aktivitäten) und operativer (Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und Möglichkeit, Prozesse aktiv zu ändern) Kontrolle unterschieden werden. Im Gegensatz zu den organisatorischen Bilanzgrenzen setzen sich die operativen Bilanzgrenzen aus direkten (z.B. direkte Umwandlung von Energieträgern) und indirekten (z.B. Bezug von elektrischem Strom, Transporte von Dienstleistern) CO2-Emissionen zusammen.

  • 2. Datenerhebung und Datenprüfung

    Im zweiten Schritt folgt die Datenerhebung. Da in der Praxis viele unterschiedliche Akteure involviert sind sollte die Datenerhebung von einer zentralen Stelle koordiniert werden. Weitergehend sollte der hiermit verbundene Zeitaufwand bei der Projektplanung beachtet werden. Wichtig bei der Datenerhebung ist es die Datenqualität (Relevanz, Vollständigkeit, Konsistenz, Genauigkeit und Transparenz) sicherzustellen, welche den international gültigen Standards entsprechen sollte. Um Datenfehler zu identifizieren sollte zum Abschluss der Datenerhebung eine Plausibilitätsprüfung mit eigenen Algorithmen oder Vergleiche mit Referenzwerten durchgeführt werden.

  • 3. Berechnung

    Grundsätzlich existieren mehrere Methoden, welche bei der Berechnung des Carbon Footprint angewendet werden können. Nachfolgend werden zwei Methoden treibstoffbasierte und entfernungsbasierte Methode) beschrieben, welche angewandt werden können. Die treibstoffbasierte Methode ist die exaktere von beiden und sollte bevorzugt werden, wenn über die notwendige Datengrundlage verfügt wird. Hierbei wird zur Berechnung von CO2-Emissionen der Treibstoffverbrauch mit einem CO2-Umrechnungsfaktor multipliziert. Umrechnungsfaktoren können beispielsweise der vom Umweltbundesamt kostenlos zur Verfügung gestellten Datenbank „ProBas“ entnommen werden. Liegen keine Daten zum Treibstoffverbrauch vor, kann zur Berechnung der CO2-Emissionen in diesem Fall nur die entfernungsbasierte Berechnungsmethode angewendet werden. Bei der entfernungsbasierten Methode wird mit Hilfe eines CO2-Emissionsfaktors die Transportleistung in CO2-Emissionen konvertiert. Dieser Faktor setzt sich wiederum aus dem berechneten spezifischen Energieverbrauch und dem bereits erwähnten CO2-Umrechnungsfaktor zusammen.

  • 4. Kommunikation

    „Tue Gutes und rede darüber“. Dieser Satz wird oftmals verwendet wenn es um die Kommunikation von Klimaschutzmaßnahmen geht. Hierbei sollte jedoch beachtet werden, dass Klima- und Umweltschutz nicht als Marketinginstrument dienen sollte, sondern die Erhaltung einer nachhaltigen Zukunft im Vordergrund steht. Um dem Vorwurf des sogenannten Greenwashing entgegenzuwirken muss eine transparente Kommunikationspolitik eingehalten werden um die Relevanz, Glaubwürdigkeit, Einheitlichkeit, Verständlichkeit und Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

WARUM CO2-EMISSIONEN BERECHNEN ?

+ Nachhaltiges und aktives Engagement für Umwelt- und Klimaschutz
+ Senkung von Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen
+ Identifikation von Energiekostentreibern und Senkung von Energiekosten
+ Erhöhung der Transparenz der gesamten Wertschöpfungskette
+ Realisierung von Markt– und Wettbewerbsvorteilen
+ Verbesserung des Unternehmensimage und der Akzeptanz in der Bevölkerung
+ Erfüllung zukünftiger Anforderungen von Kunden, Wirtschaft und Politik
+ Identifikation von strategischen Geschäftsfeldern
+ Umsetzung „klimaneutraler“ Konzepte

Arten des Carbon Footprints

Der Corporate Carbon Footprint (CCF) berücksichtigt Treibhausgasemissionen, die von einem Unternehmen oder einer Unternehmenseinheit während eines Betrachtungszeitraums direkt (Scope 1) und indirekt (Scope 2 und Scope 3) verursacht wurden.

Der Product Carbon Footprint (PCF) berücksichtigt Treibhausgasemissionen, die von einem Produkt während des Lebenszyklus (Gewinnung der Rohmaterialien, Transport, Produktion, Verpackung, Distribution, etc.) verursacht werden.

Der Transport Carbon Footprint (TCF) berücksichtigt alle Treibhausgasemissionen (Well-to-Wheel), die während des Transportprozesses verursacht werden. Hierzu zählen direkte Emissionen, die bei der Verbrennung von Kraftstoff entstehen (Tank-to-Wheel) und indirekte Emissionen, die durch die Produktion und den Transport der Kraftstoffe entstehen (Well-to-Tank). Je nach Betrachtungshorizont können weitergehend die administrativen Prozesse sowie die Lagerhaltung und der Umschlag berücksichtigt werden.

Normen und Standards

ISO 14064-1: Spezifikation mit Anleitung zur quantitativen Bestimmung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen und Entzug von Treibhausgasen auf Organisationsebene

ISO 14067: Treibhausgase - Carbon Footprint von Produkten - Anforderungen an und Leitlinien für quantitative Bestimmung und Kommunikation

DIN EN 16258: Methode zur Berechnung und Deklaration des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen bei Transportdienstleistungen

PAS 2050: Specification for the assessment of the life cycle greenhouse gas emissions of goods and services

GHG-Protocol: A Corporate Accounting and Reporting Standard

Internationale Initiativen

Carbon Disclosure Project - Das Carbon Disclosure Project (CDP) entwickelt nachhaltige und einheitliche Maßnahmen gegen den Klimawandel. Hierbei werden Unternehmen von den internen und externen Stakeholdern aufgefordert, die Treibhausgasemissionen und Klimaschutzstrategien offenzulegen. Die Bemühungen der Unternehmen werden vom CDP ausgewertet und Punkte für verschiedene Kriterien vergeben. Dies schafft einen Anreiz für Unternehmen Ihre Bemühungen für den Klimaschutz branchenintern und -extern zu vergleichen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Lean and Green - Im Rahmen von Lean and Green können Unternehmen ihre Erfolge bei der Reduzierung des CO2-Ausstoßes in der Logistik prämieren lassen. Die Non-for-Profit Initiative verfolgt damit das Ziel, die Treibhausgas-Emissionen in den Logistikprozessen der teilnehmenden Unternehmen innerhalb von fünf Jahren um 20 Prozent zu reduzieren. Wie die konkreten Aktionen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes aussehen, bleibt den Unternehmen überlassen. Angefangen von elektronischer Kommunikation über Logistikkooperationen bis hin zu spritsparendem Fahren zählt alles, was das Klima schont. Lean and Green wurde ursprünglich von Connekt in den Niederlanden ins Leben gerufen. Die Initiative engagiert sich für ökologisches Verantwortungsbewusstsein und eine nachhaltigkeitsaffine Umwelt.

Ansprechpartner

Gerne können Sie sich direkt an mich wenden
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CHRISTOPHER HARJO

ch@carbon-footprint.de